Kälbermarsch Songtext
von Ernst Busch

Kälbermarsch Songtext

Hinter der Trommel her
Trotten dir Kälber
Das Fell für die Trommel
Liefern sie selber.

Der Metzger ruft. Die Augen fest geschlossen
Das Kalb marschiert mit ruhig festem Tritt.
Die Kälber, deren Blut im Schlachthof schon geflossen
Sie ziehn im Geist in seinen Reihen mit.

Sie heben die Hände hoch
Sie zeigen sie her
Sie sind schon blutgefleckt
Und sind noch leer.


Der Metzger ruft. Die Augen fest geschlossen
Das Kalb marschiert mit ruhig festem Tritt.
Die Kälber, deren Blut im Schlachthof schon geflossen
Sie ziehn im Geist in seinen Reihen mit.

Sie tragen ein Kreuz voran
Auf blutroten Flaggen
Das hat für den armen Mann
Einen großen Haken.

Der Metzger ruft. Die Augen fest geschlossen
Das Kalb marschiert mit ruhig festem Tritt.
Die Kälber, deren Blut im Schlachthof schon geflossen
Sie ziehn im Geist in seinen Reihen mit.

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nach Bertholt Brecht, 1944

Der "Kälbermarsch" steht als Metapher für die Soldaten aus dem 2. Weltkrieg, die in die Schlacht zogen um dort zu sterben. Dieses politisches Gedicht aus dem Jahre 1944, ist Brechts Version des "Horst-Wessel"-Liedes, welches zu der damaligen Zeit den Rang einer Nationalhymne hatte.

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