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Der Besuch Songtext
von Rotze

Der Besuch Songtext

Es ist ein Tag, so könnt man meinen
Wie es schon derer viele gab
Du sitzt allein, ohne die deinen
Gedanken halten dich auf Trab

Doch plötzlich (ring) wer ist denn das?
Es klingelt wild an deiner Tür
Du raffst dich auf, bist kreideblass
Jetzt wird es hart, sagt dein Gespür

Es stehen dort, in Reih und Glied
Vertraute Silhouetten, Schemen
Dein Magen sich zusammenzieht
Was machen die denn hier in Bremen?

Als erstes tritt der Rausch herein
Die Freude sitzt auf seinem Schoß
Kaum wahrnehmbar, zunächst ganz klein
Wird sie allmählich riesengroß


Es folgt als nächstes, ganz allein
Wer dir nur allzu gut bekannt
Du atmest schwer und trinkst vom Wein
Und Einsamkeit tritt ein gewandt

Sodann erscheint die Utopie
Mit ihrer Freundin Zuversicht
Doch Obacht, es erfüllt sich nie
Was eine von den beiden spricht

Schlussendlich tritt die Trauer ein
Ganz selbstverständlich bleibt sie steh′n
Mit ihr kommt die Verzweiflung rein
Du ahnst: Die werden nicht mehr geh'n

Die Gäste, sie umzingeln dich, Umarmung hier
Ein Flüstern nah
"Geht es dir gut? Was ist denn? Sprich!"
Auf einmal ist der Wahnsinn da

Du siehst dich um und wirst gewahr
Der Freude geht es gar nicht gut
Wo einst die große Freude war
Schreit ärgerlich und laut die Wut


Und neben ihr schleicht heimlich rein
Der Zweifel und er lässt sich nieder
Zu ihm gesellt sich, Gott, oh nein
Die Scham und peinigt immer wieder

Wie wirst du nur die Gäste los?
Wie sollst du sie vertreiben?
Du hast ein paar Ideen, bloß
Die Gäste werden bleiben

Wie wirst du nur die Gäste los?
Wie sollst du sie vertreiben?
Du hast ein paar Ideen, bloß
Die Gäste werden bleiben

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