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Auprès de mon arbre deutsche Übersetzung
von Georges Brassens

Auprès de mon arbre Lyrics Übersetzung

Unter meinem Baume (Auprès de mon arbre)
(G. Brassens, dt. D. Kaiser)

Ich verließ meine Eiche,
gottesjämmerlich,
mein Kumpel, die Eiche,
mein anderes Ich.
Wir waren aus demselben Holz,
derb und grob bis zum Erröten,
aus dem man so alles bolzt,
na ja, vielleicht keine Flöten.

Jetzt stehen dort Eschen,
aus Judäa kommen sie her,
Holz nicht zum Verdreschen.
Ihr Hochwald macht was her.
Aber du, du fehlst mir sehr,
du mein alter Stamm vom Lande,
du mein einziger Weihnachtsbaum,
Baum vom Schlaraffenlande.


Refrain
Unter meinem Baume
lebte ich im Glück.
Ich ließ ihn zurück,
hab ihn schmählich verlassen.
Unter meinem Baume
lebte ich im Glück.
Ich hab ihn fallen lassen,
ich ließ ihn zurück.

Bin ein armer Keifer.
Find‘ keine Freude mehr.
Weg warf ich die Pfeife.
Die alte macht nichts her.
Doch sie hat nie den Kopf gesenkt,
sie hat mir nie die Lipp versengt.
Der Tabak war Kraut oder Hopfen
in ihrem alten Pfeifenkopfe.

Ich hab auch Meerschaumpfeifen
mit Blumendekor drauf,
die man raucht mit Eifer
und mit erhobenem Haupt.
Doch der Geschmack fehlt mir im Rauch,
fehlt im Herz und auf der Lippe,
der von meiner alten Piepe.
Ja, Pfeifendeckel auch.

Refrain


Der Schimpfname Schweinhund
passt auf mich genau.
Bin davongelaufen,
meiner lieben Frau.
Seit langer Zeit war’s nämlich schon,
dass es mir nichts mehr einbrachte,
wenn aus dem Gesicht wie Hohn
ihre Nase mich anlachte.

Ich zieh durch die Winde,
so lang bis irgendwann
ich eine Neue finde,
die auch steht ihren Mann,
die beim Erbsenlesen nicht
gar zu viele Steine ließe,
und nicht hängt an meinem Hals,
wenn ich selbst verdrieße.

Refrain

Mein Heim hab ich geschmissen.
Mein Dach war transparent
mit ganz vielen Rissen
droben am Firmament.
Auswendig nahm ich im Spaße
meine Schönen in der Nacht
für einen Kuss mit auf die Fahrt,
mit auf die Milchstraße.
Verlassen ist die Bleibe.
Wie diluvial
kann’s der Regen treiben.
Das ist mir egal.
Niemand hat der Lieb gefrönt
seltener als ich, ich wette.
Hundert Jahre erschien kein Mond
mehr in meinem Bette.

Refrain

zuletzt bearbeitet von Dieter (DidierCaesar) am 30. Oktober 2010, 18:20

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