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Soundtrack auf Vinyl: "The Great Gatsby" und Jack White

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Dass Rockmusiker einen Faible für das gute alte Vinyl besitzen, ist bekannt. In jede gute Musiksammlung gehört mindestens eine schwarze Scheibe, ob von den Rolling Stones, den Beatles oder Abba. Schallplatten gelten heutzutage teilweise schon als Rarität und haben sich als echte Sammlerstücke etabliert.

Es ist eher die Ausnahme, dass ein Album auf Vinyl produziert wird. Gerade das Segment der Filmsoundtracks galt bisher nur in Sonderfällen als Anwärter für ein Platten-Recording. Regisseur und Musikenthusiast Quentin Tarantino etwa sorgt regelmäßig dafür, dass die musikalische Untermalung seiner Filme auch als Schallplatte über die Ladentische geht.


Jack White, Gitarrist und Sänger der White Stripes sowie selbsternannter Retter der Schallplatte, kündigte nun an, den Soundtrack zu "The Great Gatsby" exklusiv auf Vinyl zu produzieren. Dabei gibt er die Fäden nicht an irgendeine Produktionsfirma ab, sondern veröffentlicht ihn auf seinem eigenen Label mit Namen "Third Man Records". Auch musikalisch wirkte White am Soundtrack mit, er steuerte den Song "Love is Blindness" für Gatsby bei. Die Deluxe-Edition auf Vinyl wird drei weitere Songs enthalten, welche nicht auf der digitalen Version zu finden sind. Außerdem wird es ein Booklet mit exklusiven Filmszenen geben.

Goldene Zwanziger und moderne Popkultur

"The Great Gatsby" ist das fünfte Kinowerk von Regisseur Baz Luhrmann, welcher sich bereits mit dem Musical "Moulin Rouge" sowie seiner modernen Shakespeare-Adaption "Romeo und Julia" einen besonderen Namen in der Filmszene machte. Als Schöpfer farbintensiver, bildgewaltiger und vor allem musikalisch ausgefeilter Filme, bedient sich der Australier nun nochmals an großem literarischem Stoff:

Der gesellschaftskritische Roman F. Scott Fitzgeralds "The Great Gatsby" spielt im New York der 20er Jahre und bietet somit reichlich Material für ein weiteres cineastisches Feuerwerk. Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire entführen den Zuschauer in visuelle und auditive Spektakel der goldenen Zwanziger. So ist es nur konsequent, dass auch der Soundtrack keinesfalls eine untergeordnete Rolle spielen darf. Dafür versammeln sich sämtliche Größen der modernen Popszene auf einer einzigen Scheibe, so twitterte etwa die britische Sängerin Florence Welch, sie sei "so honoured, to be part of Gatsby." Luhrmanns Konzept, Bilder berauschender Zeiten mit Klängen der heutigen Rock- und Popkultur zu untermalen, funktionierte bereits in "Moulin Rouge" ausgezeichnet.

Während die Pariser Bohème zu Coversongs von The Police und Elton John tagte, wird sich in Gatsby an hochaktuellen Performances von u.a. The xx, Fergie, Gotye, Beyoncé und eben Jack White bedient. US-Rapper Jay-Z ist für die Produktion des Soundtracks verantwortlich. Die Single zum Film erscheint am 6. Mai, trägt den Namen „Young and Beautiful“ und wurde von Lana Del Rey zusammen mit Luhrmann erarbeitet. Inwiefern R'n'B- und Indieklänge die Glitzergesellschaft von Gatsby, Daisy und co perfektionieren, kann ab 16. Mai im Kino begutachtet werden, Weitere Informationen zu Schauspielern und Musikern gibt es auf Starflash.de.